Interview mit Fr. Backhaus (Referendarin)

 

Wann ist bei Ihnen zum ersten Mal der Wunsch aufgekommen, Lehrerin zu werden?

Eigentlich schon zu Schulzeiten, das müsste in der Oberstufe gewesen sein.

Gibt es dafür einen speziellen Grund?

Ich wollte es besser machen als meine Lehrer, also einen interessanteren Unterricht gestalten.

Was für einen Ausbildungsweg haben Sie bereits hinter und welchen noch vor sich?

Ich habe in Aachen studiert und war dann noch ein Semester lang in Spanien, in Santiago de Compostela. Bis nächstes Jahr Ende Oktober bin ich noch im Referendariat, dann kommt die Abschlussprüfung, und…ja, dann bin ich hoffentlich fertige Lehrerin. [lacht]

Haben Sie sich diesen Weg auch so vorgestellt wie er bisher verlaufen ist?

In der Uni hätte ich mir mehr Praxis gewünscht, von daher ist es jetzt für uns noch etwas schwierig, aber es macht auch Spaß, vor allen Dingen, da die Schüler uns auch gut unterstützen.

Also kommen Sie gut mit den Schülern bzw. auch Kollegen zurecht?

Ja, absolut, da kann ich mich nicht beklagen.

Welche Fächer unterrichten Sie?

Englisch, Spanisch und katholische Religion.

Wie sind sie auf diese Kombination gekommen?

Englisch hat mir eigentlich schon immer gelegen, mit Spanisch hab ich erst an der Uni begonnen, hatte es also davor nie an der Schule. Religion war dann eben noch ein Ausgleich, dass man nicht immer nur Grammatik vermitteln muss, sondern auch mal diskutieren kann [lacht]

Haben Sie vor an dieser Schule zu bleiben?

Klar, wenn Hr. Dr. Münstermann mir eine Stelle anbietet, gerne.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Lesen, mich mit Freunden treffen und in den Urlaub fahren.

Das war es auch schon, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

Lesenacht gegen Rassismus

Am Freitag, dem 23.11.2012, fand für die Jahrgangsstufe 5 eine Lesenacht statt, welche bereits seit einer Woche vor den Herbstferien durch den Literaturkurs der Q1 geplant worden war.

Die Veranstaltung wurde um etwa 18 Uhr damit begonnen, den Kindern einen orangen, grünen oder schwarzen Punkt auf die Hand zu malen, um sie in drei Gruppen einzuteilen, welche von je zwei Schülern der Q1 betreut wurden. Nach einer kurzen Einführung startete der Rundgang durch das Nebengebäude, auf dem Plan standen drei Stationen zum Thema Toleranz. An den beiden Stationen, die sich im Erdgeschoss befanden, versuchte der Literaturkurs den Kindern zu zeigen, was Rassismus ist und wie man ihn bekämpfen kann.

So sollten sie an der einen Station, in Gruppen aufgeteilt, ein Quiz zu diesem Thema beantworten und an der anderen Station Begriffe, die sie mit Toleranz verbinden, auf die Tafel schreiben. Anschließend durften sie sich einen Begriff aussuchen, ihn auf einen zuvor bereitgelegten „Papiermenschen“ schreiben und diesen dann bunt anmalen.

Während der gesamten Zeit bemühte sich der Literaturkurs darum, es ihnen kindgerecht zu erklären, Fragen zu beantworten und sich um das leibliche Wohl der Jüngeren zu kümmern.

Für die dritte Station, welche im Oberstufenkeller stattfand, hatte der Kurs ein Buch, welches von einem Jungen handelte, der Zeuge wird, wie ein Mitschüler „gemobbt“ wird, so umgeschrieben, dass sie es in verteilten Rollen vorlesen konnten. Hierfür schalteten sie zwar das Licht aus, um die Spannung zu erhöhen, doch unterbrachen sie die geschichte an wichtigen Stellen, um die Fünftklässler zu fragen, was sie in der Situation des Jungen getan hätten.

Nachdem alle Gruppen sich wieder im Oberstufenkeller versammelt hatten, wurde dort die Musik aufgedreht   und den Kindern so die Angespanntheit des ernsteren themas genommen. Durch die gute Planung und die gute Laune, die die Mitglieder des Literaturkurses den Kindern vermittelten, verwandelte sich die Lesenacht in einen gelungenen Abend.