Schüleraustausch mit Rimogne 2014 (Teil 2)

Vom 1.6.2014 bis zum 6.6.2014 fand Teil 2 des Schüleraustausches statt.Über Teil 1 habe ich bereits berichtet.
Diesmal besuchten die deutschen Schülerinnen und Schüler hier vom CMG ihre Austauschpartner in Rimogne in den französischen Ardennen.
Wie ihr bereits wisst, nehme ich ebenfalls an diesem Austauschprojekt teil und werde euch nun von der zweiten schönen Woche mit meiner Austauschpartnerin erzählen.

Sonntag, 1.6.2014

Um 8.45 Uhr trafen wir deutschen Familien uns auf dem Parkplatz hinter der Schule, damit wir pünktlich um 9 Uhr nach Frankreich abfahren konnten. Weil wir alle so aufgeregt waren, fiel uns der Abschied nicht schwer.
Im Bus herrschte eine komische Stimmung. Einerseits war die Vorfreude auf das Wiedersehen mit den französischen Freundinnen riesig. Andererseits überwog bei einigen auch die Angst vor der anderen Kultur oder die Nervosität auf das Leben in einer anderen Familie.
Nach einiger Zeit machten wir eine kurze Pause.
Um 12.30 Uhr kamen wir dann auf dem Parkplatz vor der kleinen französischen Partnerschule in Rimogne an. Meine Austauschschülerin, Johanna, und ihre Eltern holten mich vom Bus ab.
Die erste Erfahrung, die ich gemacht habe, war, dass die Häuser in Frankreich in schlechterem Zustand waren.
Nachdem meine Austauschschülerin mir mein Zimmer gezeigt hatte, gab es Mittagessen. Das war die zweite Erfahrung, denn das Essen dort schmeckte anders als hier bei uns.
Am Nachmittag fuhr ich mit meiner Gastfamilie und einigen Freunden von Johanna in einen Klettergarten. Das Klettern hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Am Abend gab es gegen 21 Uhr Abendessen. Das war die dritte Erfahrung, denn die Franzosen essen sehr spät zu Abend.
Montag, 2.6.2014.

Am Montagmorgen brachte uns Johannas Mutter zur Schule. Diese war sehr klein.
Nach dem Klingeln stellten sich alle Klassen nach Räumen auf und die LehrerInnen holten sie vom Schulhof ab. Wir Deutschen hatten in der ersten Stunde mit Frau Schulte und Frau Spaeth, die uns die Stundenpläne für den Tag gab.
In der zweiten Stunde bekamen wir eine kleine Führung durch die Schule und in der 1. Pause bzw. der 3. Stunde empfing uns Deutsche der Schulleiter.
In der Mittagspause gab es dann Mittagessen in der Kantine. Das war leider nicht sehr lecker.
Danach hatten wir dann noch bis 17 Uhr und manche, auch ich, bis 16 Uhr Schule.
In einer Stunde davon machten jeweils Kleingruppen der deutschen SchülerInnen Smoothies im „Atelier Cuisine“, einer Küche, die in einer angrenzenden Schule ist.
Anschließend gingen Johanna und ich nach Hause.
Am Abend zeigte mir Johanna den ganzen Bauernhof, in dem sie mich auf einen sogenannten „Traq“ über diesen fuhr.
Dienstag, 3.6.2014

Am Dienstag stand der erste Tagesausflug an.
Zuerst ging es mit dem Bus nach Sedan. Dort gibt es eine riesige Burganlage, die wir mit Audioguides besichtigten. Dabei waren die Deutschen und die Franzosen getrennte Gruppen.
Anschließend fuhren wir mit dem Bus weiter nach Mouzon zum Filzmuseum. An das Filzmuseum grenzte ein schöner Park, in dem wir in Kleingruppen picknickten, weil es ja Mittagszeit war.
Danach bekamen wir wieder in zwei Gruppen eine Führung durch das Museum und einen Werkstattbesuch, wo wir unseren eigenen kleinen Filzteppich herstellen konnten. Wir Deutschen begannen mit der Führung, die Franzosen mit der Werkstatt.
Im Museum waren viele Sachen, die aus Filz hergestellt wurden dargestellt. Außerdem führte uns die Führerin zu einer Maschine, die Filzteppiche herstellte, um uns auf die eigene Herstellung vorzubereiten.
Dann ging es endlich in die Werkstatt. Jeder bekam eine weiße Filzunterlage und durfte mit vielen Farben ein Muster darauf legen. Dann wurde gefilzt, das heißt auf den Filz wurde heißes Seifenwasser geschüttet und anschließend mussten wir über eine Folie reiben, um den Teppich zu filzen.

Am Nachmittag haben Johanna und ich uns mit einem Freund und einer Freundin und deren Austauschschülern getroffen.
Mittwoch, 4.6.2014

Am Mittwoch war dann der zweite Schultag für Johanna. Wir Deutschen machten bei leichtem Regen eine schwere Stadtrallye.
Danach empfing der Bürgermeister uns im Schiefermuseum von Rimogne. Uns, damit meine ich Franzosen und Deutsche gemeinsam. Es gab, wie schon beim Empfang des Schulleiters, „Tarte au sucre“, ein typischer Kuchen für die Ardennen.
Am Nachmittag fuhren Johanna und ich mit vielen Freunden und deren Austauschschülern nach Charleville-Mézières. Charleville-Mézières ist für Rimogne wie für uns Aachen. Dort gingen wir zuerst Bowling spielen und danach ins Lasergame. Im Lasergame spielten wir zuerst in zwei und dann in drei Teams aus Deutschen und Franzosen gemischt. Ein Spiel hat ca. 20 – 25 Minuten gedauert. Das war sehr anstrengend, hat aber auch irre viel Spaß gemacht.
Donnerstag, 5.6.2014

Am Donnerstag stand dann der zweite Tagesausflug an.
Zuerst ging es mit dem Bus nach Épernay, wo wir eine Champagnerkellerei besichtigten. Wir bekamen wieder Audioguides und fuhren langsam in einem „Zug“ durch die riesigen Keller. Uns wurde, wieder in zwei Gruppen erklärt, wie Champagner hergestellt wird.
Danach ging es mit dem Bus nach Reims, wo wir zuerst unter Leitung von Frau Schulte und Frau Spaeth die berühmte Kathedrale besichtigten.
Danach hatten wir lange Freizeit. Fast alle Kleingruppen nutzten diese, um zu Mittag zu essen. Unsere Kleingruppe bestand aus Johanna + mir und ihrer besten Freundin + meiner Freundin. Nachdem wir vor der Kathedrale mit einer anderen Kleingruppe gepicknickt hatten, gingen wir shoppen. Dabei ist meiner Freundin und mir aufgefallen, dass es in Frankreich viel coolere Geschäfte gibt als hier in Deutschland. Naja, vielleicht kommt uns das ja auch einfach nur so vor…
Nachdem wir wieder an der Schule angekommen waren, sind viele Freunde + deren Austauschschüler mit zu Johanna nach Hause gekommen. Wir waren den ganzen Tag draußen auf dem Bauernhof und hatten viel Spaß gemeinsam.
Als alle weg waren, haben uns Johanna und ich noch einen schönen letzten Abend gemacht.
Freitag, 6.6.2014

Der Abschied war – wie schon beim Besuch der Franzosen hier in Übach – sehr emotional. Sogar im Bus konnten ein paar Mädchen nicht aufhören zu weinen. Es war einfach eine tolle Zeit.
Doch als wir dann hier auf dem Parkplatz hinter der Schule ankamen, überwog doch die Wiedersehensfreude mit den Eltern und teilweise auch mit den besten Freundinnen, die schon am Bus warteten.

In dieser Woche habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt, die ich sonst vielleicht nie gemacht hätte. Ich kann nur empfehlen an diesem Austauschprojekt teilzunehmen.

So ging eine der bisher schönsten Wochen meines Lebens zu Ende und ich möchte allen danken, die dazu beigetragen haben.
Vielen Dank!

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